Sonntag, 20. April 2014

Buchtipp: "Vegan für Alle" von Jan Bredack


Herzlichen Dank an den Piper-Verlag, der mir freundlicherweise ein kostenloses Rezensionsexemplar von "Vegan für Alle"  (ab 14.04.2014 im Handel, 253 Seiten, 19,99€) zur Verfügung gestellt hat.

Mit dem Autor Jan Bredack bin ich zwar über Facebook befreundet, wusste aber bisher nur, das er die Ladenkette "Veganz" gegründet hat. "Veganz" sind die ersten veganen Supermärkte in Deutschland, u.a. mit Filialen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Über 20 weitere sollen folgen.
(Foto: erste Veganz-Filiale in Berlin, siehe Blog-Eintrag von 2012)
Dass Jan Bredack eine äußerst spannende Lebensgeschichte zu erzählen hat, habe ich erst durch sein Buch erfahren, welches ich übrigens innerhalb von 2 Tagen "verschlungen" habe. 
1972 zu DDR-Zeiten geboren, wächst Jan Bredack als Stasi-Kind in Ost-Berlin auf. Er besucht eine Eliteschule und wird wegen ein paar Kritzeleien  als 14Jähriger zum Klassenfeind der DDR. Trotz seiner Intelligenz ist nun an ein Studium in der DDR nicht mehr zu denken. Seine Mutter besorgt ihm schliesslich eine Lehrstelle als Kfz-Mechaniker bei den Berliner Verkehrsbetrieben. 
Nach der Wende fängt Bredack als Mechaniker bei Daimler-Benz in Berlin an. Dort folgt ein rasanter interner Aufstieg. Er fängt ein Studium an, übernimmt den nächtlichen Berliner Pannendienst für Mercedes (der mit einem schrecklichen Unfall auf einer Autobahn endet), wird Serviceleiter für den neuen Actros-LKW und schliesslich Manager für den neuen deutschlandweiten LKW- und Transporter Kundendienst. Privat wohnt er mit seiner Frau und seinen 3 Kindern in einer Villa mit Swimmingpool, in der Garage stehen stets die neuesten Mercedes-Modelle.  
Doch die Karriere bleibt nicht ohne Folgen: Seine Ehe leidet, er hat kaum Zeit für seine Kinder.
Jan Bredack entwickelt sich zum "Arschloch", muss Mitarbeiter entlassen, die er notfalls auch aus dem Unternehmen mobbt. Sein Gewicht steigt durch den immer größeren Druck ("ein System der Angst") auf 115 kg an, er stopft alles in sich rein, ohne Nachzudenken: Hamburger, Currywurst und blutige Steaks. (Veganer waren für ihn irgendwelche Öko-Spinner). Äußerlich am Ziel seiner Wünsche, innerlich ein Wrack. Es kam, wie es kommen musste: Der Zusammenbruch, Burnout 2007.
Dann lernt er Hannah kennen - eine Vegetarierin. Er verliebt sich in sie und beschliesst, sein Leben zu ändern.
2009 (inzwischen Veganer) zieht er mit Hannah nach Moskau, um dort ein neues LKW-Werk für Daimler aufzubauen. In der Zeit wächst seine Idee, einen veganen Supermarkt zu eröffnen. ("Jemand müsste eine Art Bioladen für Veganer eröffnen. Jemand?")
Schliesslich kündigt er seinen erfolgreichen Manager-Vertrag bei Mercedes und eröffnet am 23. Juli 2011 den ersten veganen Supermarkt in Berlin.
Seine autobiographischen Kapitel wechseln sich jeweils mit Kapitel übers Essen, Tierschutz, Ethik und Umwelt ab. Sehr gut hat mir das Kapitel von Jan Peifer (Dt. Tierschutzbüro) gefallen, der schonungslos über seinen Alltag berichtet.
"Vegan für alle" ist ein sehr bewegendes und spannendes Buch - ein absoluter Kauftipp.
Ob der Titel seines Buches so glücklich gewählt ist, sei dahingestellt. "Mein neues Leben nach dem Burnout  - vom  Mercedes-Manager zum Tofu-Verkäufer" , so was in der Art spricht vielleicht mehr Menschen an, sich ein Buch zu kaufen - und dieses Buch hat es verdient, von sehr vielen Menschen gelesen zu werden.

Samstag, 19. April 2014

Vegourmet Cordon Bleu mit Spargel an Mandelmus-Kräutersauce

Für 2 Personen

750 Gramm frischer Spargel (500 Gramm Schälgewicht)
4-5 mittelgroße Bio(Früh-)Kartoffeln
100 Gramm weisses Mandelmus (z.B. von Rapunzel oder Alnatura)
Salz, Zucker
Frühlingskräuter tiefgefr. (Petersilie, Schnittlauch)
Alsan-Margarine für die Pfanne
1 Pck. (2 Stück) Cordon Bleu von Vegourmet


Den Spargel schälen, evtl. holzige Enden abschneiden und mit etwas Zucker und Salz in einem großen Spargelkochtopf ca 15 - 20 min kochen. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in Salzwasser gar kochen.

Die 2 "Lucky Vilets Cordon Bleu Style" (richtig lecker!!!) in einer beschichteten Pfanne mit etwas Alsan kurz von beiden Seiten anbraten.
Für die Mandelmus-Kräutersauce ca 250 ml vom Spargelkochwasser abschöpfen und in einen Topf geben, das Mandelmus hinzufügen und mit einem Schneebesen verrühren. Aufkochen lassen und mit Frühlingskräutern anschmecken.


Donnerstag, 17. April 2014

Lammbraten fürs Osterfest...

Diese Woche wieder in allen Prospekten: Lammbraten und Co fürs Osterfest
Doch woher kommen eigentlich die Lämmer?
Eine neue Recherche von Animal Equality zeigt erschreckende Bilder aus Lämmerzuchtanlagen und Schlachthöfen in Italien. Das Rechercheteam von Animal Equality hat die Geschehnisse auf insgesamt 4 Betrieben dokumentiert. Dieses sind keine Einzelfälle, sondern die schreckliche Realität, die sich täglich wiederholt
Die Lämmer werden ohne jegliche vorherige Betäubung geschlachtet
Das untenstehende Video zeigt weiterhin den Weg der Jungtiere zur Schlachtbank - ein extrem stressiger und schmerzvoller Weg, aufgrund der Brutalität und Plötzlichkeit mit der man die verängstigten Babies in den Schlachthof zwingt. Viele von ihnen erleiden dabei Knochenbrüche und andere Verletzungen - und das alles, weil Menschen zu Ostern (dem Fest des Lebens!) immer noch veraltete Traditionsgerichte essen wollen...

(Fotos/Video: Animal Equality)

"Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit." (Mahatma Gandhi)

Mittwoch, 16. April 2014

Pasta mit grünem Spargel, Champignons und Kirschtomaten

 
Für 2 Personen
250 Gramm grüner Spargel
200 Gramm Bio-Champignons
50 Gramm Kirschtomaten
250 Gramm Pasta aus Hartweizengries (z.B. Pappardelle)
100 ml Hafersahne
50 ml mediterrane Gemüsebrühe
ital. Kräutermischung, Salz
Alsan für die Pfanne
 
Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen. Inzwischen Spargel im unteren Drittel schälen, holzige Enden entfernen. Die Stangen in Stücke schneiden, in leicht gesalzenem Wasser etwa 8 Minuten garen, anschliessend abgiessen.
Die Champignons putzen und in Viertel schneiden. In einer Pfanne mit etwas Alsan anbraten. Den Spargel und die Kirschtomaten (halbiert) hinzufügen und alles für ca. 2 Minuten weiterbraten. Die Hafersahne mit der Gemüsebrühe in die Pfanne geben, kurz aufkochen lassen und mit Kräutern abschmecken. Die Pasta unterheben und servieren.

Dienstag, 15. April 2014

REWE - Besser leben... das gilt allerdings nicht für die Kaninchen

Besser leben - der Werbeslogan von REWE.
Diese Woche sogar mit niedlichem Osterhäschen...
 
Was für ein Hohn für die gequälten Kaninchen, die pünktlich zu Ostern wieder bei REWE verkauft werden.
(Foto: Mastkaninchen in ihrem "Besser leben" Zuhause...)
Zur Erinnerung: Anfang 2010 verkündete REWE medienwirksam, dass sie nach Aufdeckung der katastrophalen Zustände in Kaninchenmastbetrieben ihr Kaninchenfleisch aus dem Sortiment nehmen. Zu Weihnachten 2010 (siehe Blogeintrag) war jedoch wieder Kaninchenfleisch bei REWE erhältlich. Folgende Antwort bekam ich damals auf meine Nachfrage:
"....Die REWE Group arbeitet nach wie vor an dem Thema alternative Kaninchenhaltung und setzt ein Zeichen für den Tierschutz in der Massentierhaltung: Ab 2014 will das Unternehmen nur noch Kaninchenfleisch von Tieren aus Bodenhaltung vermarkten. Das gilt für Tiefkühlware ebenso wie für frisches Kaninchenfleisch. In der dreijährigen Übergangsphase wird die REWE Group den Anteil an Fleisch von Kaninchen aus Bodenhaltung entsprechend der jeweils verfügbaren Kapazitäten systematisch erhöhen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, kooperiert die REWE Group eng mit einer renommierten Tierschutzorganisation...." 
(Foto: aktuelles REWE-Prospekt)
Die frischen Kaninchen bei REWE stammen aus grausamer Käfighaltung und werden unter unglaublichsten Bedingungen gehalten und getötet. (siehe Blogeintrag) Die Tiere fressen sich gegenseitig die Ohren an, können sich kaum drehen, geschweige denn ihren natülichen Bewegungsdrang ausleben, so klein sind die Käfige... 
Sie haben gebrochene Pfoten und entzündete Augen vom ätzenden Urin und Kot. Und zum Schluss wird ihnen teilweise am lebendigen Leib das Fell abgezogen 
(Fotos: Dt. Tierschutzbüro)
 
Auf meine erneute Anfrage bei REWE erhielt ich gestern folgende Antwort:
"...um von der Kaninchen-Käfighaltung wegzukommen hat sich die REWE Group im Jahr 2010 gemeinsam mit "VIER PFOTEN" an die grundlegende Lösung des Problems gemacht. Ziel war es, die Haltung systematisch auf Bodenhaltung umzustellen. Bei tiefgekühltem Kaninchenfleisch ist diese seit Ende 2012 erfolgreich abgeschlossen. Bis spätestens 1. Juli 2016 soll auch das komplette frische Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung stammen. Entsprechende Vereinbarungen sind unterzeichnet. Derzeit stammen bereits rund die Hälfte des Frischfleischs von Kaninchen aus Bodenhaltung." Beste Grüße, dein REWE Team
 
Nun also 2016... Schämt Euch, REWE !!!
 
Mehr zum Thema Mastkaninchen heute abend bei Akte 2014 um 22.15 Uhr auf SAT 1 und auf der Seite vom Deutschen Tierschutzbüro

 

Dienstag, 1. April 2014

TV-Tipps: Dienstag, 08.04.2014 "Vegetarier gegen Fleischesser" und "Vegetarier - 7 Dinge, die Sie wissen sollten"

Gleich 2 Fernsehtipps habe ich für Euch am Dienstag, den 08.04.2014 gefunden: 
ZDF 20.15 - 21.00 Uhr (Foto: ZDFZeit)
 
Umfragen zufolge leben rund sechs Millionen Deutsche vegetarisch - Tendenz steigend, vor allem in der Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen. Die Frage, ob man Fleisch essen soll - oder darf - führt zuverlässig zu hitzigen Debatten. Jahrzehntelang galt es als Beleg wachsenden Wohlstands, wenn der Großteil der Bevölkerung mehrmals in der Woche Fleisch auf dem Teller hatte. Diese Zeiten sind vorbei. Heute gilt es auch unter den Reichen und Schönen zunehmend als schick, auf tierische Nahrung ganz zu verzichten. Doch woher kommt der Sinneswandel? Und was bringt er wirklich - für die Gesundheit, die Natur und unser Gewissen?
"ZDFzeit" zeigt erstaunliche Fakten und entlarvt so manchen Mythos zum Streit ums Fleisch. Was ist dran am Vorurteil, dass strenge Vegetarier unter Mangelerscheinungen leiden? Stimmt es wirklich, dass die Leidenschaft für gute Steaks, verglichen mit der Freude an knackigem Salat unsere Umwelt um ein Vielfaches belastet? Geht tatsächlich Lebensfreude verloren, wenn man kein Fleisch mehr isst? Und wer lebt länger - die Fleischfreunde oder die Vegetarier?
"ZDFzeit" macht die Probe aufs Exempel: Vier leidenschaftliche Fleischesser und vier überzeugte Vegetarier müssen gegeneinander antreten. Sie werden betreut - und bekocht - von zwei der besten Köche Deutschlands: vom bajuwarischen Fleischliebhaber Alfons Schuhbeck und vom Shooting-Star der veganen Küche, Attila Hildmann. Unter ihrer Anleitung ernähren sich die Teams 30 Tage lang großzügig von Fleisch - oder streng vegetarisch. Währenddessen müssen sie ein straffes sportliches Trainingsprogramm einhalten.
Am Ende des Experiments wird unter wissenschaftlicher Beobachtung Bilanz gezogen: Wer hat mehr Ausdauer dazugewonnen? Wer hat die besseren Blutwerte? Wer fühlt sich besser? Und was passiert bei einem unverhofften Rollentausch - wenn Vegetarier plötzlich Tiere essen und Fleischesser ohne Steak auskommen müssen?

2.) Gleich im Anschluss um 21.00 Uhr geht es im WDR-Fernsehen weiter mit Quarks und Co: Vegetarier - 7 Dinge, die Sie wissen sollten  WDR 21.00 - 21.45 Uhr  (Foto: WDR)
 
Vegetarier galten jahrelang als Außenseiter, aber ihre Zahl nimmt zu: Wie viele es genau sind, weiß man nicht. Schätzungen schwanken zwischen 1,3 und 7 Millionen Vegetariern in Deutschland. Deutsche verzichten auf Fleisch, Fisch oder anderes Tierische. Doch sind Vegetarier wirklich gesünder? Und schonen sie durch ihren Fleischverzicht das Klima? „Quarks & Caspers“ geht auf Spurensuche rund um den Vegetarismus und blickt dabei auch in die Geschichte – in Zeiten, als sich Pythagoras, Leonardo da Vinci und Jean Jaques Rousseau entschieden, kein Fleisch zu essen. Tierwohl, Gesundheit, Ekel „Den Vegetarier“ gibt es nicht. Die einen verzichten auf Fleisch und meist auch auf Fisch, die anderen streichen auch Milchprodukte und Eier von ihrem Speiseplan. Veganer konsumieren überhaupt keine tierischen Produkte, also auch keinen Honig, kein Leder, keine Wolle. So groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen sind, so unterschiedlich ist auch die Motivation für den Fleischverzicht: Das Wohl der Tiere, die eigene Gesundheit, Ekel vor Fleisch. „Quarks & Caspers“ geht den Gründen nach. Fleisch oder kein Fleisch? Diese Frage wird in Diskussionen zwischen Vegetariern und Menschen, die Fleisch essen, selten sachlich geführt. Was also ist dran an den Argumenten? Sind Vegetarier wirklich gesünder? Schonen sie durch ihren Fleischverzicht tatsächlich das Klima? Ist die Produktion von Fleisch klimaschädlicher als die Erzeugung von Obst und Gemüse? Und wie sieht die Bilanz bei Käse und anderen Milchprodukten aus? „Quarks & Caspers“ rechnet nach. Tofu, Seitan & Co – warum Fleischersatz? Supermärkte reagieren auf die neue Klientel und haben Sojawürstchen und Seitanbratlinge im Angebot. „Quarks und Caspers“ sucht auf der Vegetariermesse „Veggie-World“ Antworten auf die Frage „Warum wollen Menschen, die kein Fleisch essen, Essen, das aussieht wie Fleisch?“